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Android Backup erstellen und Handy-Daten sichern

Sonja U. Sonja U.

Nicht nur vor wichtigen Updates eine gute Idee: ein Android Backup. Wir zeigen Euch, wie Ihr am besten Eure Handy-Daten sichern könnt.

Android Backup: Regelmäßig erstellen lohnt sich

Immer wenn ein wichtiges Systemupdate ansteht, kommt der Hinweis: „Bitte erstellen Sie vor der Installation ein Backup und sichern Sie Ihre Daten.“ Das bedeutet? Eben genau das: Daten sichern. Und das am besten wöchentlich – beispielsweise mit dem MyPhoneExplorer Download.

Ein Backup erstellt sozusagen eine Kopie aller Eurer Daten, die Ihr behalten wollt – sollte dem Smartphone-Speicher etwas passieren. Muss das Gerät beispielsweise auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden, könnt Ihr mit einem Backup alle bis dato gespeicherten Daten wieder aufs Smartphone oder Tablet übertragen.

Es muss aber nicht immer ein Systemupdate sein. Auch ein Schaden am Gerät oder an der Software kann zu Datenverlust führen. Und wer da auf ein relativ frisches Backup zurückgreifen kann, freut sich. Je häufiger Ihr also ein Backup erstellt, desto weniger aktuelle Daten gehen Euch im Ernstfall flöten.

Android Backup
Ein Android Backup sollte regelmäßig erstellt werden. Dafür gibt es mehrere Wege. (Bild: Pixabay/Redaktion)

Backup mit dem PC erstellen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Android Backup zu erstellen. Eine davon ist das lokale Backup mithilfe eines PCs. Damit könnt Ihr Eure Backups außerhalb des Android-Gerätes speichern, was für doppelte Sicherheit sorgt.

Viele Smartphone-Hersteller bieten eigene Software an, die Euch ein solches Backup am PC erstellen lassen – beispielsweise das mittlerweile in die Jahre gekommene Samsung Kies sowie Nachfolger Samsung Smart Switch. Auch Motorola, LG (LG Backup) oder HTC haben solche Programme in petto. Neben der Backupfunktion könnt Ihr damit auch Termine, Kontakte und andere Daten abgleichen und Firmware-Aktualisierungen durchführen.

Eine sehr gute Alternative zu den Hersteller-Tools ist MyPhoneExplorer, der unabhängig vom Hersteller mit nahezu allen Android-Smartphones arbeitet. Mit diesem Tool könnt Ihr nicht nur Eure Dokumente und Medien speichern. Es sichert auch Apps und Einstellungen – erstellt allerdings kein komplettes Image-Backup. Die Daten werden sicher auf der Festplatte des PCs abgelegt. Verbinden könnt Ihr Euer Smartphone über USB, WLAN, Bluetooth oder die IP-Adresse. Voraussetzung ist, dass Ihr zusätzlich zum PC-Programm auch den MyPhoneExplorer Client auf Eurem Smartphone installiert habt.

Hinweis: Verbindet Ihr Euer Handy via USB mit dem PC, müsst Ihr vorher das USB-Debugging in den Entwickleroptionen aktivieren.

Backup auf dem Smartphone

Ein automatisiert startendes Android Backup könnt Ihr auch direkt auf dem Smartphone erstellen und ablegen bzw. in einer Cloud oder auf der SD-Karte ablegen. Dazu gibt es diverse Apps – beispielsweise die All Backup Restore App oder die Easy Backup & Restore App. Hier gibt es diverse kostenlose Programme, die Backups und Images erstellen – allerdings oft keine Einstellungen speichern. Da müsstet Ihr dann beim Aufspielen des Backups wieder selbst Hand anlegen.

Es sind aber auch andere, teils kostenpflichtige Apps verfügbar, von denen einige aber Root-Rechte benötigen – beispielsweise die dafür allerdings sehr zuverlässig arbeitende Titanium Backup App. Dieses Tool speichert auch Eure persönlichen Einstellungen und Systemeinstellungen, zusätzlich zu Apps und Daten. Alle Backups werden auf der SD-Karte abgelegt und lassen sich automatisch zu festgelegten Zeitpunkten starten. Die kostenpflichtige Variante lässt Euch Eure Daten auch in Dropbox ablegen.

Hier sollten allerdings nur versierte User zugreifen. Ein Root-Zugriff aufs Smartphone löscht die Garantie und kann auch Schaden anrichten.

Android Backup Titanium Backup
Mit Titanium Backup habt Ihr extrem viele Möglichkeiten – benötigt allerdings Root-Zugriff. (Bild: Screenshots Titanium Backup)

Google als Backup-Partner

Wer Android nutzt, der nutzt in den meisten Fällen auch den einen oder anderen Google-Dienst. Und ein paar davon können Euch bei der Datenrettung durchaus behilflich sein. Eure Bilder zum Beispiel könnt Ihr ganz automatisch in der Google Fotos App sichern lassen. Falls etwas mit Eurem Smartphone passiert, könnt Ihr dann trotzdem über Euren Google-Account von jedem anderen Gerät auf die Daten zugreifen.

Dabei skaliert das Tool die Bilddaten aber herunter, sofern Ihr auf unbegrenzten Speicher wert legt. Wollt Ihr lieber die Originaldaten behalten, lässt sich das Google mit zugekauftem Google-Drive-Speicher bezahlen. In letzterem lassen sich dann aber auch als Android Backup bequem andere Daten ablegen.

Wählt Ihr in Euren Smartphone-Einstellungen den Punkt Sichern und Zurücksetzen aus, werden App-Einstellungen, WLAN-Passwörter und andere Daten wie Anruflisten auch über den Google-Account gesichert, bevor das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt wird. Vorsicht: Vorher die anderen Daten sichern, sofern noch nicht geschehen!

Android Backup Dropbox
Auch Cloud-Dienste wie Dropbox eignen sich für Backups. (Bild: Screenshots Dropbox/Redaktion)

Luftig: Ab in die Cloud mit den Daten

Auch diverse andere Cloud-Dienste neben Google Drive bieten mittlerweile die Möglichkeit, Backup-Daten aufzunehmen – beispielsweise Dropbox für Android oder iDrive.

Der Vorteil: Auf die dort abgelegten Daten könnt Ihr von überall zugreifen, auch wenn Euer Gerät beispielsweise verloren gegangen ist (und Ihr Eure Daten nun auf ein neues Smartphone übertragen müsst) oder auch die SD-Karte beschädigt wurde.

Der Nachteil: Wie bei Google: Der Datenschutz. Eigentlich sind Clouds mit den richtigen Einstellungen recht sicher. Dennoch besteht immer die Gefahr, dass Hacker sich unbemerkt Zugriff verschaffen können.

Zu spät fürs Backup? Es gibt noch Tricks

Wer es versäumt hat, ein Android Backup zu erstellen und die Handy-Daten zu sichern, kann möglicherweise zumindest einen Teil noch retten. Hier müsst Ihr allerdings schnell sein und solltet Euer Gerät bis auf die Datenwiederherstellungsoptionen, die Ihr habt, nicht mehr verwenden – sonst wird Altes, eventuell noch vorhandenes nämlich einfach überschrieben.

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